f
f
Für mehr Natur in Esslingen
Für mehr Natur in Esslingen

Demographischer Wandel

Der Verband Region Stuttgart ermittelte bereits 2006 eine Abnahme der bauwilligen Jahrgänge um 25%. Gleichzeitig steht durch den demographischen Wandel Bestandswohnfläche zur Verfügung. Auch bei der Bedarfsermittlung benötigter Wohneinheiten, setzt die Stadt auf veraltete Szenarien. So beansprucht anscheinend jeder Einwohner zukünftig mehr Wohnfläche. Dass individuelle, flexible Lebensentwürfe und Beschäftigungsverhältnisse, unstete Berufskarrieren und Familienverhältnisse gerade diesen Anspruch negieren, wurde in der Ermittlung der WE fallen gelassen. In Zeiten ansteigender Lebenshaltungskosten und stagnierender Löhne findet sich der Wohnraum für junge Familien sicher nicht im hochpreisigen Grüngürtel Esslingens.

Die sich abzeichnende demographische Entwicklung, insbesondere sinkende Bevölkerungszahlen und eine alternde Gesellschaft, verlangen flächenpolitische Entscheidungen mit Augenmaß. Notwendig ist eine Siedlungsentwicklung die die kurz-, mittel- und langfristigen Kosten der technischen und sozialen Infrastruktur in den Blick nimmt.

Die Verwaltungsspitze sollte sich auf diese Entwicklung einstellen und nicht am Bedarf vorbei Baugebiete ausweisen. Innovative Stadtplanungskonzepte sind eine Investition in die Zukunft. Sie machen Esslingen zum Vorreiter und erhöhen die Attraktivität der Stadt. Flächenfraß und kurzsichtige Konzepte schaden der Zukunftsfähigkeit Esslingens.